Diese Versicherungen braucht man für ein E-Trike

 

Elektro-Dreiräder (E-Trikes) sind zwar weniger verbreitet als Pedelecs und E-Bikes, erfreuen sich aber großer Beliebtheit nicht nur bei Senioren, sondern auch als Sportgerät und für den klimafreundlichen Transport von Einkäufen. Je nach Fahrzeugart sind bestimmte Versicherungen vorgeschrieben bzw. empfehlenswert. Die Versicherungsprofis von 9Brands.de erklären, wer welche Police benötigt:

Haftpflichtversicherung

Hinsichtlich der Haftpflichtversicherung wird ein E-Trike wie das entsprechende Zweirad behandelt. Solange eine Anfahrhilfe nur bis 6 km/h und eine Tretunterstützung nur bis 25 km/h greift, benötigt das E-Trike kein Versicherungskennzeichen und damit auch keine Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung. Dringend zu empfehlen ist aber eine Privathaftpflichtversicherung (PHV). Auch mit einem weniger leistungsstarken E-Trike können Sie schon durch eine kleine Unachtsamkeit erheblichen Sach- und Personenschaden anrichten, für den Sie in unbegrenzter Höhe haften. Klären Sie bitte unbedingt mit Ihrem Versicherer, ob die Nutzung eines E-Trikes von der PHV gedeckt ist. Unter den oben genannten Voraussetzungen sollte dies der Fall sein, weil diese E-Trikes im juristischen Sinn keine Kraftfahrzeuge sind. Eine Klarstellung sorgt aber dafür, dass es im Schadenfall keinen Ärger gibt. E-Trikes mit höherer Motorleistung und höheren erzielbaren Geschwindigkeiten werden verkehrsrechtlich ähnlich wie Leichtmofas, Mofas oder Kleinkrafträder behandelt, wenn sie wie ein Motorrad konstruiert sind. Sie müssen dann ein Mopedkennzeichen führen, mit dem eine entsprechende Haftpflichtversicherung verbunden ist. Außerdem besteht eventuell eine Helm- und Führerscheinpflicht.

Diebstahl- und Kaskoversicherung

Während Pedelecs in der Hausratversicherung Fahrrädern gleichgestellt und damit – bei Vereinbarung einer entsprechenden Klausel – auch gegen einfachen Diebstahl versichert sind, gilt das für Trikes grundsätzlich nicht. Einige Versicherer machen hier Ausnahmen, aber die sollten Sie schriftlich im Vertrag vereinbaren. Achten Sie dabei auch auf ausreichende Entschädigungsgrenzen, denn der Standard von 1 % der Hausrat-Versicherungssumme ist für den Wert eines E-Trikes in aller Regel nicht ausreichend. Umfassender als der reine Diebstahlschutz ist eine komplette Kaskoversicherung für das E-Trike. Sie deckt beispielsweise auch Unfall- und Sturzschäden sowie Pannen einschließlich Elektronikschäden, auch am Akku. Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung ergänzt das Versicherungspaket rund um das E-Trike.

Veröffentlicht am Juli 07, 2019
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